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The sky is the limit

Don’t forget the ICE scraper

Für die Tour habe ich mir extra einen neuen Schlafsack gekauft (Warmpeace Viking 300) weil ich meinem Sommerschlafsack keine angekündigten 5 Grad zugetraut habe. Die Anschaffung scheint sich zu rentieren, jedenfalls wird mir – unterstützt von Thermo-Unterwäsche – nicht wirklich kalt in der ersten Nacht. Etwas überrascht bin ich dann aber doch als ich morgens früh aus dem Zelt steige:

Don’t forget the ICE scraper

Abgesehen davon daß ich mich Richtung Wales bewegen will stehen heute die berühmten Steine von Stonehenge auf dem Programm. Ob ich mir noch eine offizielle Eintrittskarte besorgen werde oder nicht werde ich heute abend kurzfristig entscheiden. In einem Reiseforum habe ich den Tipp bekommen :

Dann kannst Du schauen, dass Du den Amesbury-Bypass (Die Straßennummer ist A 403) von Amesbury Richtung Westen fährst geht rechts ein Feldweg ab, an dem ein Einbahnstraßenschild steht (Einfahrt verboten). Wenn Du den Mumm hast da rein zu fahren, kommst Du gratis recht nahe an den Steinkreis.

Das ist erstmal mein Plan.

So langsam gewöhne ich mich an den Linksverkehr. Konzenrieren muss man sich schon, aber so schlimm wie befürchtet ist es lange nicht. Nur die blöden Hecken an den kleinen Single Roads gehen mir irgendwie auf den Wecker.

When in England, visit a castle

Getreu diesem Motto will ich das Herstmonceux Castle mitnehmen, liegt quasi auf dem Weg. 6 Pfunde Eintritt – aber Satz mit X. Rein kommt man nämlich nur mit Führung, und die ist erst 2 Stunden später. Naja, kurzer Blick auf Shakespeare’s Garden, 2 Stunden warten ist Blödsinn

Herstmonceux Castle, not worth a visit

Herstmonceux Castle – at least some nice old trees

Herstmonceux Castle garden

Along the coastline

Auf dem Weg entlang der Küste lande ich kurz vor Beachy Head, dem nächsten geplanten Zwischenstop für heute, an der Stranpromenade von Eastbourne. Schöner Kiesstrand mit schönem kleinem Pier. Wahrscheinlich bei weitem nicht so beeindruckend wie der in Brighton, reicht mir aber trotzdem für einen kleinen Fotostop.

Eastbourne pier

Eastbourne seaside

Trotz Wochenendausflüglern verlieren sich die Besucher ganz gut auf der großen Klippe von Beachy Head. Schöner Ort. Ich will noch weiter einen Blick auf die Seven Sisters nehmen, doch der Wochenend- Ausflugsverkehr macht mir da einen Strich durch die Rechnung. Stau auf der Küstenstraße? Da biege ich lieber ganz schnell rechts ab.

Beachy Head – the old light tower

Beachy head

swords to ploughshares

Auf dem Weg nehme ich noch den alten WWII Tank in der Nähe von Storrington mit, den ich irgendwo bei meinen Recherchen entdeckt hatte. Der wurde da nach Kriegsende einfach liegen gelassen und rostet nun am Rande eines Feldes vor sich hin. (Recht nah heran kommt man, wenn man am Kithurst Hill Car Park, einem kleinen Wandererparkplatz, sein Motorrad abstellt).

WWII Tank

Rest at the WWII Tank

Stones causing traffic jam

Gegen 17:00 erreiche ich  ‚Stonhenge Campsite‘ – einfacher Zeltplatz ohne großes Flair, aber OK für eine Nacht. Das Zelt wird aufgebaut, und dann erstmal solange es noch hell ist die Steine ansehen. Da bin ich aber nicht der einzige. 4km Stau auf der A 403, und alles nur weil man von der Straße aus einen flüchtigen Blick auf Stonehenge erhaschen kann. Was ein Aufstand wegen ein paar Steinen.
Ich finde den Schotterweg recht schnell, aber mittlerweile steht da nicht nur ein Schild, der Weg ist auch recht dicht durch 2 (!) Gatter, die direkt am Straßenrand stehen, versperrt. Kurze Überlegung: Ein Motorrad passt da gerade noch quasi ans Gatter gelehnt hin (auch 2-3).
Stonehenge ist offiziell um diese Uhrzeit noch geöffnet (bis 19:00). Die letzten Sonnenstrahlen beleuchten die Steine noch schwach, dann fängt schon langsam an zu dämmern. Irgendwie auch aus der Entfernung schon imposant, aber nicht so daß ich den Wunsch verspüre da morgen früh knapp 20 Pfunde für hinzulegen um noch näher dran zu kommen. Schließlich heißt mein Ziel Wales und nicht Stonehenge.

Some stones cause traffic jams

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