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The sky is the limit

Durch die Wüste von Brabant

Alle (ADV Rider) Welt redet vom Trans Euro Trail und der belgische und holländische Teil steht ja auch bei mir schon länger auf der Liste. Ursprünglich als Wochenendtrip geplant ist da jetzt erst mal nur ein Tag draus geworden. Dank XT-660 Forum brauchte ich auch nicht alleine fahren, und so haben wir auf 2 Teneres den holländischen Sand getestet. Ursprünglich schon für gestern geplant, aber aufgrund der Wettervorhersage auf den heutigen trockeneren Sonntag verlegt.

Nach gut einstündiger AB Fahrt geht es bei Liessel auf den Trail. Ziel ist Süd Richtung Belgien, soweit wie wir mit Spaß bis zum Nachmittag kommen. Anfangs besteht der Trail zu ca. 20-30% (gefühlt: 50%) aus Wald- und Feldwegen, der Rest kleine und kleinste Landstraßen. Der Untergrund eine Mischung aus Sand und Lehm, zum Teil mit Pfützen und Matsch durchzogen. Großer Spaß und trotz unserer schweren Eimer und eher durchschnittlichen Offroad-Erfahrungen recht gut zu fahren. Wenn es hier so richtig naß wird hört der Spaß aber (zumindest für mich, Profis mögen das anders sehen) aber auf. Denn dann wird es mit Sicherheit mächtig glitschig. Wenn es über längere Zeit trocken ist könnte es aber auch wieder schwieriger werden, weil dann die Sandpassagen noch weicher werden dürften. Sogesehen alles richtig gemacht.

Vorsicht bei den Pfützen. Die meisten sind harmlos, aber manche haben überraschend tiefe Schlaglöcher, die einen dann bei der Ausfahrt insbesondere bei höherem Tempo schwer ins Schleudern bringen können.

Der größte Teil des TET ist sicherlich legal befahrbar

Der größte Teil der Strecke scheint wirklich legal zu sein, man findet selbst im Wald manchmal Straßenschilder (60-er Zone, Parken verboten, Hinweise auf ein größere Furt, die gestern aber kein Wasser hatte). An manchen Stellen darf die Legalität aber bezweifelt werden.

Legal? Illegal? Sch …

Es gibt auch kurze Single-Trail Abschnitte, wo man vorher an Pöllern vorbei muss an denen 2-spurige Fahrzeuge nicht vorbeikommen, teils geht es über Fahrradwege and denen nicht nebenan noch ein sandiger Reitweg ist etc. Es stört sich aber keiner wirklich daran, auch die Radfahrer nicht (wenn man nicht drängelt). Bei Begegnungen mit Pferden rechts ran und Motor aus. Überhaupt sehr wenig los auf der Strecke

In der Wüste von Brabant

Sicherlich der schwierigste Abschnitt. Ein ca. 5km langer Weg durch weichen, tiefen Sand. Auch der einzige Teil auf dem wir auf andere Motorräder – allesamt Dickschiffe wie KTM 990 ADV / BMW 1200 / Africa Twin – treffen. Die liegen im Gegensatz zu uns auch ab und am im Weg rum. U.a. eine Gruppe mit Instruktor, der mit seiner AT da durch ist wie andere mit dem Fahrrad über die Wiese (wechselt demnächst übrigens zur T7). Alle sehr nett, freundlich, hilfsbereit.

Manchmal gehts nicht weiter

Lokale Hilfe

Bis ein freundlicher Mensch vorbei kommt und die natürliche Sperre einfach aus dem Weg hebt.

Manchmal trennen sich kurzzeitig die Wege

Nach der Sandpassage werden wir wohl ein wenig übermütig, da trennen sich unsere Wege mal kurzfristig. Siehr so aus als ob einer lieber wieder in die andere Richtung will.

Kein ernsthafter Schaden für Mensch und Maschine

Gottseidank aber nix passiert.

Wir fahren noch bis zur belgischen Grenze. In der zweiten Hälfte fast nur noch durch Wald und Feld, fast keine asphaltierten Straßen mehr. Motorräder sehen wir – außer 2 fette Harleys an einer Tanke – keine. Hier und da mal ein Radfahrer, Mountainbiker, Hundegänger, Reiter.

Knappe 120km in knapp 6 Stunden (incl. Pausen). Schnell ist man (wir) also nicht. Profis sind bestimmt schneller. In jedem Fall ein spannender und ereignisreicher Tag, werden wir demnächst mal ab der belgischen Grenze fortsetzen.

Zur Infrastruktur: Die Strecke geht bis auf ganz wenige Ausnahmen nicht mal durch kleine Dörfer. Wir sind nur einmal an einer Kneipe (mit super Kirschkuchen) vorbeigekommen ansonsten Selbstverpflegung oder Karte befragen.

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