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The sky is the limit

Motorbikin‘

Als ich gegen 8:00 aufwache nieselt es noch, aber innerhalb der nächsten Stunde klart des auf. Für norwegische Verhältnisse sonnig.

Die Ecke hier darf ich aus Wetter Gründen noch nicht wirklich verlassen, also drehe ich die südliche Runde vom TET und orientiere mich dann abends Richtung Lillehammer.

Die ersten Strecken sind nicht der Rede wert, Schotter Autobahn durch den Wald. Wobei die Birken hier oben eher nur Sträucher sind. Auf viel mehr als 2-3m kommen die nicht. Also gilt heute mal: einfach fahren.

Die Schnell-Reparatur mit dem Lötkolben hat irgendwie nur so semi funktioniert. Das Lade-Lämpchen bleibt jetzt zwar an, aber mit angeschaltetem Display verliert der Akku trotzdem. Ohne Display geht’s. Braucht man hier ja auch nicht ständig. Denke ich. Irgendwann lande ich auf dem Panorama Vegen, zahle brav meine Maut, und merke erst nach gut der Hälfte bei einer Pause dass der gar nicht mehr Teil des TET ist. Ist ja auch nicht so schlimm. Sieht auf der Karte aus wie ne Abkürzung. Ich fahr also weiter – und lande in etwa das wo ich anfangen habe. Macht aber auch nix, den Kreis kann man über eine kurvige Landstraße schnell schließen.

Der Slettefjellvegen ist dann aber doch noch mal ein Highlight. Und auf 1350m recht kühl und windig.

Aufstieg
Slettefjell

In der nächsten Sektion (Heimstolbakkn) schickt der TET mich für 500m Abkürzung quer durch den Wald, Holzfäller-Weg. Endlich mal ne kleine Herausforderung (tiefe, mit Grad zugewachsene Furchen).

Im weiteren Verlauf ein leerer Kiosk mit menschengroßer „Vogelscheuche“ im Hintergrund. Keine Ahnung was es mit dieser Figur auf sich hat, konnte ich auf die schnelle nicht rausfinden.

Etwas weiter dann der fast perfekte Spot zum Wildcamping. Nur noch ein wenig früh, und leider auch etwas sehr windig.

Wildtier Sicht #1: 2 Pferde grasen am Wegesrand. Die interessieren sich aber Null für mich, auch der Motor scheint die nicht zu interessieren.

Beim nächsten Abschnitt hat die Schranke keinen Zahl – Automat. Man soll anrufen – mach ich auch brav – Nummer nicht vergeben. Na dann roll ich eben noch über die 2442 nach Forset, dort liegt der nächste Zeltplatz. Trotz Nummer nur ne 40km lange Schotterpiste.

Wildtier Sicht #2: ein ganzes Rudel Pferde. Gerade als ich die Kamera weggesteckt habe und die Handschuhe wieder anhabe kommen 3 auf mich zu und umstellen das Moped. Haben wohl den Apfel im Tankrucksack bemerkt. Einer versucht sogar den Tankrucksack aufzumachen. Lässt sich auch ganz zutraulich auf der Nase streicheln. Als das mit dem Apfel nicht gelingt trotten die wieder ab.

In der Mitte ist die Piste mal für ein paar Kilometer aufgrund des Regens sehr schlammig. An einer Stelle gibt’s nochmal einen schönen Wildcamping Spot- aber ein Schild weißt auf ein Naturschutz Gebiet hin und dass bis zum 19.6. Camping verboten ist. Sind zwar nur noch 3 Tage, aber ich respektiere das trotzdem.

Dafür wird die 2442 am Ende wieder asphaltiert und hat noch 19 schöne Kehren auf dem Weg ins Tal. Cooler Abschluss.

Motorbikin‘ – Chris Spedding

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