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The sky is the limit

Stay

Heute bleibe ich tatsächlich mal auf einem Fleck. Um mir ein wenig die Zeit zu vertreiben plane ich nur eine kleine Runde TET über den Slädsdalvegen (100NOK) und auf den Blaho.

Aber zunächst mal gilt es das zweite Elektrik Problem in den Griff zu bekommen. Das Navi Phone lädt seit Tagen nicht mehr zuverlässig. Obwohl die Pogo Pins und das Phone physischen Kontakt zu haben scheinen fließt nicht zuverlässig Strom. Zuhause löte ich das Kabel glaube ich direkt an das Phone, unterwegs will ich den Umbau aber nicht riskieren. Auf den meisten Strecken kann man das Display ohnehin auslassen, weil es Kilometer lang keine Abzweigung gibt. Ich glaube aber, wenn ich die Messing Kontakte an Phone und Pogo Pins verzinne könnte sich der Kontakt verbessern. Gestern Abend habe ich in Dovre eine kleine Autowerkstatt gesehen, die steuere ich an. Super freundlich die Jungs, nur in die Werkstatt darf ich nicht. Aber sie geben mir einen kleinen gasbetriebenen Lötkolben, mit dem darf ich vor der Werkstatt arbeiten. Erster Eindruck: funktioniert.

Der Slädalsvegen führt vorbei am Rheinheimen Nationalpark. Rentiere sind zu dieser Jahreszeit aber eher im westlichen Teil zu erwarten, verrät die Info-Tafel. Dafür um die Mittagszeit: Nieselregen (angekündigt). Den sitze ich an einer überdachten Info Tafel aus.

Wenn hier schon keine lebenden rumlaufen…

Denke ich. Denn er will einfach nicht aufhören. Irgendwann verliere ich die Geduld und fahre weiter bis Vagamo. Der Slädalsvegen ist auch nicht soo spannend wie die Strecken gestern, da kann man es bei Regen auch ruhig fliegen lassen.

… wenn die Schafe nicht wären.

Seit 13:00 erzählt mir Ventusky dass der Regen in einer halben Stunde aufhört. Mittlerweile ist es 16:00. Noch immer ne halbe Stunde. Komisches Zeitgefühl hat der.

In Vagamo gibt’s nicht nur eine nette Holzkirche (keine Stabkirche sagt Wikipedia), sondern immerhin auch ein Cafe. Mal sehen ob die Norweger auch Cappuccino können. Können sie, nicht perfekt, aber OK. Und für 44NOK nicht mal aus dem Rahmen gefallen.

Irgendwann hört der Regen dann doch auf, und ich fahre noch zum Blaho rauf. Anfangs nasses und leicht rutschiges Wellblech, wird die Piste ab ca. 1200m zunehmend schlechter. Schlaglöcher, Längs- und Quer-Auswaschungen, an einer Stelle ist der Schotter über ca. 15m komplett weggespült und man fährt über das Fundament aus losen, fußgroßen Steinen. Für ein ADV Bike oder ein 4WD kein Problem, mit PKW machbar, aber alles was größer als ein Bulli ist würde ich unten parken.

Zum Gipfel komme ich wieder nicht. Hier gibt’s zwar keine offizielle, dafür aber eine natürliche Schranke: ein Rest-Schneefeld von vielleicht 30m Länge, 30cm hoch auf eisigem Untergrund. Zu zweit hätte ich mir vielleicht den Spaß gemacht es zu versuchen, aber alleine lasse ich das lieber.

Erst 50NOK kassieren und dann den Weg noch freiräumen 🙁
Immerhin sieht man den Gipfel, fehlen nur 150m.

Auf dem Rückweg nach Dovre muss ich dann unbedingt noch die 10 Kehren der Fv437 nach Hovringen mitnehmen. Kurvenspaß ist hier ja Rarität. Auf dem Weg kreuzt noch ein Fuchs. Wenigstens ein Wildtier heute.

Stay – Dave Matthews Band

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